Intrakutantest

Der Intrakutantest verläuft ähnlich wie der Pricktest, ist aber deutlich empfindlicher. Dieses Testverfahren wird zum Nachweis von Empfindlichkeiten auf sogenannte "schwache" Allergene, wie z. B. Hausmilbenstaub oder Schimmelpilzsporen angewendet. Diese Allergene müssen in einer entsprechend hohen Konzentration vorkommen, um eine Allergie auslösen zu können.

Mit Hilfe einer speziellen Nadel werden vorher genau festgelegte Allergenextrakte in steriler Lösung direkt unter die Haut am Rücken gespritzt, bis sich ein etwa 1 bis 2 Millimeter großes Bläschen bildet. Durch das Einspritzen dringt die Testsubstanz in das Bindegewebe und in gegebenenfalls verletzte Blutgefäße der Haut ein. Zum Vergleich wird sowohl eine Testung mit einer Histaminlösung (sogenannte Positivkontrolle) als auch mit einer physiologischen Kochsalzlösung (sogenannte Negativkontrolle) durchgeführt.

Tritt eine Allergie bei einer bestimmte Substanz auf, erscheinen nach ca. 25 Minuten Rötung und Schwellung um die Einstichstelle herum, die Reaktion wird positiv, der Patient verspürt einen quälenden Juckreiz, der mit einer Antihistaminikum-Salbe beseitigt werden kann. Mit diesem empfindlichen Test lässt sich eine besehende Allergie relativ sicher erkennen.